Eisengarn.
Roman von Inge Meyer-Dietrich (2017, Verlag Henselowsky Boschmann).
Besprechung von JD aus NRZ vom 13.12.2017:

Eisengarn

Eigentlich ist Mimi Heyn eine ganz normale Frau im Ruhrgebiet des 20. Jahrhunderts. Sie ist außerordentlich tapfer, und die schlimmsten Dinge, die ihr passieren, sind Teil der Weltgeschichte. Erfunden hat sie die Jugendbuch-Autorin Inge Meyer-Dietrich, und ihr neuer Roman "Eisengarn" spinnt die Geschichte fort, die mit "Leben und Träume der Mimi H." begann. Die Handlung setzt im Nazi-Reich ein, Mimis Mann Heinrich, den der Erste Weltkrieg zu einem seelischen Wrack werden ließ, zittert vor dem nächsten. Zu Recht. Mimi kann sich zunächst ihren alten Traum von einem eigenen Schneiderladen erfüllen, aber sie ahnt schon, dass es mit Hitler-Deutschland kein gutes Ende nehmen wird. Dass Gut und Böse in diesem Roman klar kontrastiert sind, mag jugendgerecht sein; aber die eine oder andere Schattierung in Grau würde dem Thema noch ein wenig besser gerecht.

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